Ficus carica,

der »echte Feigenbaum«, liefert die Früchte, welche wir sowohl getrocknet als auch frisch kennen und schätzen. Geläufiger als die frische Frucht ist uns jedoch das drei- oder fünffach gelappte Blatt der Feige.

Botanischer Name

Ficus carica

Deutscher Name

echte oder eßbare Feige

Herkunft

Die echte Feige, Ficus carica, im Mittelmeergebiet bis nach Indien wild wachsend, wird aufgrund ihrer wohlschmeckenden Früchte auch in weiteren subtropischen Gebieten kultiviert.

Ficus carica - echte Feige - Bonsai
Ficus carica, echte Feige
als Bonsai gestaltet

Standort

Ab etwa Mitte Mai steht Ficus carica im Freien an einem sonnigen Platz, eventuell vor der direkten Mittagssonne geschützt. Mit dem Einbruch des ersten Nachtfrostes wird die echte Feige zur Überwinterung an einen hellen und kühlen Platz bei Temperaturen zwischen 10°C und 15°C gestellt. Ficus carica kann auch etwas wärmer bis maximal 20°C überwintert werden und behält dabei einen Teil ihrer Blätter, zur dauernden Gesunderhaltung und nachhaltigen Stärkung des Bonsai empfiehlt sich allerdings die kühlere Überwinterung.

Gießen und Düngen

Ficus carica wird eher mäßig gewässert, Staunässe schadet der Pflanze mehr als kurzfristige Trockenheit, ein vollständiges Austrocknen des Wurzelballens sollte allerdings vermieden werden. Am einfachsten kann die Gießfrequenz durch genaue Beobachtung bestimmt werden: Sobald die Blätter beginnen, schlapp herabzuhängen, wird durchdringend gegossen, danach wartet man wieder das Erschlaffen der Blätter ab. Im Winterquartier wird der Feigen-Bonsai deutlich weniger gegossen.

Vom Bezug des Sommerstandortes bis Ende August wird die echte Feige bei entsprechendem Wachstum alle zwei Wochen mit handelsüblichem Grünpflanzen- oder Bonsaidünger gedüngt, bei stockendem Zuwachs wird die Düngergabe reduziert.

Besonderheiten

Ficus carica kann lediglich durch den regelmäßigen Schnitt in allen aufrechten Formen gestaltet werden. Der Schnitt erfolgt am besten nach dem Abschluß des Triebes im Spätsommer bis Herbst.

Die eßbare Feige ist anfällig für Schildläuse. Sobald ein Befall festgestellt wird, sollten geeignete Maßnahmen ergriffen werden.

Bei genügend hoher Bodentemperatur ab etwa 25°C ist eine Vermehrung über Stecklinge möglich.