Quercus cerris, Zerr-Eiche, als Bonsai gestalten und pflegen

Quercus cerris,

die Zerr-Eiche, ist eine Art aus der Gattung der Eichen (Quercus) aus der Familie der Buchengewächse (Fagaceae). Natürlich kommt sie in Süd- und Südost-Europa bis zum Schwarzen Meer vor.

In der klassischen Bonsaigestaltung spielen Eichen keine Rolle, erst seit sich der Bonsai-Gedanke auch in Europa ausbreitet, werden Eichen als Bonsai gestaltet. Relativ häufig sieht man Bonsai aus Traubeneiche (Quercus petraea) und Stieleiche (Quercus robur), welche beide in Europa heimisch sind und zur Sektion der Weißeichen zählen.

Botanischer Name: Quercus cerris
Deutscher Name: Zerreiche

Standort

Quercus cerris liebt es warm und hell, selbst im Sommer werden vollsonnige Standorte gut vertragen. Im Winter benötigt die Zerr-Eiche allerdings einen gut geschützten Standort, bei starkem Frost kann die vorübergehende Unterbringung im Kalthaus angemessen sein. Leichte Fröste bis etwa -5°C verträgt der Bonsai gut, wenn er mitsamt seiner Schale an einer vor starkem Wind und direkter Sonneneinstrahlung geschützten Stelle im Freiland eingesetzt wird.

Quercus cerris, Zerr-Eiche, Bonsai
Bonsai aus Quercus cerris, Zerr-Eiche

Gießen und Düngen

Quercus cerris verträgt wie andere Eichen auch keine Staunässe. Der Bonsai sollte also in einer lockeren und gut durchlässigen Erde stehen und nicht zu feucht gehalten werden. Dennoch ist besonders im Sommer immer darauf zu achten, daß der Ballen nicht vollständig austrocknet.

Gedüngt wird der Bonsai von April bis August. Dabei können sowohl feste organische Dünger als auch flüssige Dünger verwendet werden. Mineralische Flüssigdünger werden nach Packungsangabe verdünnt im genannten Zeitraum wöchentlich gegeben. Ab Mitte August empfiehlt sich eine Herbstdüngung mit Kali-Magnesia.

Umtopfen

Jüngere Bonsai aus Quercus cerris sollten jährlich oder spätestens alle zwei Jahre, ältere Bonsai alle vier bis maximal fünf Jahre mit Wurzelschnitt umgepflanzt werden. Das Umpflanzen sollte vor dem Austrieb erfolgen, etwa mit Beginn des Wurzelwachstums Ende Februar bis Mitte März. Du solltest eine gut durchlässige Erdmischung zur Vermeidung von Staunässe verwenden, beispielsweise eine Mischung aus je einem Teil Akadama, Lavasplit, Torf und Kies. Nach dem Umpflanzen muß der Bonsai vor Frost geschützt werden.

Besonderheiten der Bonsai-Gestaltung

Der Rückschnitt eines Eichen-Bonsai sollte erst nach den letzten Nachtfrösten, also Ende April bis Mitte Mai erfolgen. Zur Verfeinerung der Verzweigung sollte die Endknospe eines jeden Triebes frühzeitig entfernt werden.

Quercus cerris, Zerr-Eiche, Borke
Detailfoto: Borke eines etwa 35 Jahre alten Bonsai,
Quercus cerris, Zerr-Eiche

Bereits in jungen Jahren bildet die Zerr-Eiche eine dicke, tief eingerissene, dunkelgraue Borke, welche einen Bonsai sehr alt und wetterbeständig erscheinen läßt.

Schädlinge und Krankheiten

Eichen sind nicht nur durch saugende Insekten wie Blattläuse und Schildläuse, sondern besonders durch verschiedene Pilzinfektionen wie Mehltau bedroht. Zur vorbeugenden Behandlung kann ein Fungizid auf Kupferbasis wie zum Beispiel Funguran von Spiess-Urania verwendet werden.

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