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bremarti
Anmeldedatum: 02.08.2009 Beiträge: 2
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Verfasst am: So 02 Aug, 2009 14:01 Titel: Wie anfangen bei Ginkgo |
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Hallo zusammen
Meine Frau hat einen kleinen Ginkgo. Sie hat ihn von einem Samen gezogen. Über den ersten Winter hatten wir ihn im Schlafzimmer. Nun ist er seit dem Frühling draussen auf dem Gartensitzplatz.
Er hat nun schon eine stattliche Länge von ca. 35cm.
Nun meine Frage:
Wann beginnt man zu schneiden und worauf muss man achten?
Hier noch ein Bild von unserem Schützling
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rolfd40 Moderator

Anmeldedatum: 12.12.2007 Beiträge: 310 Wohnort: Weinheim/Bergstraße
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Verfasst am: So 02 Aug, 2009 19:23 Titel: Re: Wie anfangen bei Ginkgo |
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| bremarti hat Folgendes geschrieben: | | Wann beginnt man zu schneiden und worauf muss man achten? |
Hallo, das ist eine der Fragen, die hier am häufigsten gestellt werden, weil viele meinen, ein Bonsai müsste schon vom ersten Lebensjahr an ein Bonsai sein. Ein Bonsai wird erst im Lauf von vielen Jahren aus einer normalen Pflanze zum Bonsai "erzogen".
Es ist verständlich und geht fast allen Neulingen so, dass sie ungeduldig ihr Pflänzchen schon frühzeitig schneiden, drahten ... wollen. Das ist falsch! Bonsai hat sehr viel mit Geduld zu tun.
Ihr habt mit einem Ginkgo nun außerdem einen der am langsamsten wachsenden Bäume ausgesucht. Bevor ihr an Gestaltungsmaßnahmen denkt, sollte der Sämling (mehr ist es im Moment noch nicht) erst einmal einige Jahre ungehindert wachsen und an Stammdicke zulegen können. Wenn ihr ihn jetzt schon in eine Bonsaischale zwängt und beschneidet, werdet ihr nie einen vernünftigen Stammumfang erhalten. Und genau das ist es doch was u.a. einen Bonsai ausmacht.
Es gibt verschiedene Wege einen Bonsai zu ziehen:
1. aus Samen ziehen, wie ihr, dauert aber sehr lange,
2. aus Stecklingen ziehen, erspart einige Jahre,
3. eine Baumschulpflanze kaufen und zum Bonsai gestalten,
4. ein Bäumchen ausgraben (Yamadori), nur für Könner geeignet.
| Zitat: | | Über den ersten Winter hatten wir ihn im Schlafzimmer. |
Das sollte die Ausnahme gewesen sein. Ein Ginkgo sollte draußen stehen, auch im Winter, er braucht eine Wachstumspause, die er in der warmen Wohnung nicht erhält.
Tut mir leid, vermutlich ist das nicht so ganz das, was ihr hören wolltet, Märchen helfen aber auch nicht weiter.
P.S.: Hast du auch einen Namen? Wir sprechen uns hier alle mit Vornamen an.
Den Beitrag habe ich in "Bonsai allgemein" verschoben, er hat mit Gestaltung noch nichts zu tun! Rolf, Moderator _________________ Gruß Rolf |
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bremarti
Anmeldedatum: 02.08.2009 Beiträge: 2
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Verfasst am: So 02 Aug, 2009 22:42 Titel: |
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Hallo Rolf
Besten Dank für deine Ausführung. Entschuldige bitte, dass ich Euch meinen Namen vorenthalten habe. Ich bin Andy.
Ich hatte mich allerdings geirrt. Es war kein Samen, sondern ein kleiner Steckling, den wir wie Du sagst als Ausnahme im Schlafzimmer hatten, bis er sich etwas verholzt hat, dass er uns nicht im Winter erfriert. Von jetzt an aber wollen wir ihn draussen lassen.
Wir waren in einem Bonsaigarten in Österreich und ich kam auf die Idee, dass wir unseren Ginkgo mit der Bonsai Technik etwas kleiner halten könnten und trotzdem eine schöne Baumform gestalten könnten.
Geduldig sind wir schon, ich wollte einfach wissen, ob man von Anfang an schneiden muss, oder eben wie Du es ausführlich beschrieben hast erst ein paar Jahre wachsen lassen muss.
Besten Dank. Du hast uns sehr geholfen.
Gruss Andy |
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rolfd40 Moderator

Anmeldedatum: 12.12.2007 Beiträge: 310 Wohnort: Weinheim/Bergstraße
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Verfasst am: Di 04 Aug, 2009 23:17 Titel: |
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Hallo Andy, willkommen im Forum!
| Zitat: | | Von jetzt an aber wollen wir ihn draussen lassen. |
Das ist sehr gut. Bei der kommenden Überwinterung würde ich aber zu etwas Vorsicht raten, da es ja dann die erste "echte Überwinterung" ist.
Sämlinge sollten geschützt überwintert werden, d.h., wenn kein frostfreier Raum oder Gewächshaus vorhanden ist, auch an der Hauswand, z.B. in einer Styroporkiste. Da Ginkgo die Blätter im Herbst abwirft, braucht er nicht unbedingt einen hellen Platz.
Eigentlich müsste man ja sagen, "da Ginkgo die Nadeln im Herbst abwirft", denn er zählt botanisch zu den Nadelbäumen und ist der älteste Baum der Erde. _________________ Gruß Rolf |
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