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Max
Anmeldedatum: 04.09.2011 Beiträge: 6
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Verfasst am: So 04 Sep, 2011 20:48 Titel: Yamadori |
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Hallo,
ich möchte mich erst mal vorstellen.
Ich bin 24 Jahre alt und mache momentan eine Ausbildung zum Landschaftsgärtner mit dualem Studium Landschaftsbau.
Schon davor fand ich Bonsais sehr interessant, was allerdings durch die Ausbildung nochmals verstärkt wurde. Momentan bin ich besitzer von 8 Bonsais, bzw. anwärtern darauf mal welche zu werden, welche allesamt im Garten in einem Beet stecken um erstmal einen guten Stamm zu bekommen.
Heute habe ich von einem Waldbesitzer die Erlaubniss bekommen in seinen Wäldern frei Bäume auszugraben. sogar Wacholder sind dort dabei. Nun kenn ich mich damit allerdings noch gar nicht richtig aus. Bis zu welcher Größe kann ein solcher Baum ausgegraben werden und wie soll ich hierbei vorgehen. Sollte ich erstmal nur die Seitlichen Wurzeln abstechen und dann ein Jahr warten damit er im Inneren Bereich wieder neue bilden kann und Ihn erst nächstes Jahr ausgraben?
Ich habe dort zwar auch sehr viel Übungsmaterial, will es aber nicht gleich alles verpulvern.
Ich würde mich über eure Ratschläge sehr freuen.
Mit freundlichen Grüßen
Max |
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Uwe Harwardt Administrator

Anmeldedatum: 19.11.2007 Beiträge: 407 Wohnort: Essen/Ruhr
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Verfasst am: Mo 05 Sep, 2011 15:47 Titel: |
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Hallo Max,
eine schrittweise Verkleinerung des Wurzelballens ist schon angebracht. Eventuell solltest Du das Ausgraben größerer Exemplare sogar über einen Zeitraum von zwei Jahren vorbereiten. Hierbei arbeitest Du im ersten Jahr einen Halbkreis, im Folgejahr die andere Hälfte. Bei besonders großen Exemplaren wird ein Umstechen nicht genügen, hier wirst Du die größeren Wurzeln sogar freilegen und mit einer Säge durchtrennen müssen. Gleichzeitig solltest Du aber auch das Grün deutlich reduzieren. Ein kräftiger Neuaustrieb mit reichlicher Verzweigung fördert dabei das Wachstum stammnaher Wurzeln.
Besonders bei Wacholder solltest Du Dir viel Zeit lassen. Das weitverzweigte Wurzelsystem eines älteren Wacholders erfordert eine oftmals mehrjährige Vorbereitung auf das Ausgraben. Mit ausreichend Geduld sollen sich aber Pflanzen mit mehr als 15 Zentimeter Stammdurchmesser erfolgreich bergen lassen. Du solltest in Deiner Nähe einmal nach einem Bonsai-AK suchen. Eventuell findest Du dort einen erfahrenen Bonsaifreund, welcher Dich gern auf Deiner Yamadori-Tour begleitet und Dir auch tatkräftig zur Hand gehen wird.
Es ist prima, daß Du Geduld und Umsicht zeigst. Ein vorschnelles Handeln führt oftmals zu einem Totalverlust - besonders wenn es um Wacholder geht.
Ich selbst kann Dir keine weiteren Hinweise zum Wacholder geben, da mir die praktischen Erfahrungen in dieser Hinsicht fehlen. Eventuell findet sich aber auch ein »Wacholder-Experte« hier im Forum.
Ich wünsche Dir schon einmal viel Erfolg und würde mich freuen, wenn Du uns über Deine weiteren Schritte auf dem Laufenden halten würdest.
Uwe |
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Max
Anmeldedatum: 04.09.2011 Beiträge: 6
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Verfasst am: Mo 05 Sep, 2011 19:54 Titel: |
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Vielen Dank schonmal. werde es dann wohl mal mit der Halbkreismethode versuchen.
Der Wacholder selber, an den ich speziell denke hat zwar noch keine 15 cm stammdurchmesser ist aber ansonsten richtig schön gerade gewachsen und hatt fast alle äste auf einer Seite, so dass ich mir eine Windgepeitschte aufrechte Form gut vorstellen kann. wenn ich mal wieder hin komme werde ich fotos machen. |
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