Kusamono: Cyclamen (Alpenveilchen) als Grasbonsai

Vom Mittelmeergebiet bis in die Alpen sind die etwa 20 verschiedenen Arten der Alpenveilchen verbreitet. Bei dieser Bandbreite von Lebensräumen liegt es nahe, die Kultur der Cyclamen auch in der Kusamono-Schale zu versuchen. Auffällig sind die zumeist hell geäderten Blätter, über welche sich weiße, rosa bis violette oder auch tiefrote Blüten erheben.

Cyclamen persicum, das Zimmer-Alpenveilchen

Die beliebte Zimmerpflanze stammt aus dem östlichen Mittelmeerraum und wird seit etwa der Mitte des 19. Jahrhunderts in Sorten gezüchtet. Inzwischen sind zahlreiche Farbvarianten überwiegend in den Wintermonaten im Handel. Ihre Pflege gilt als heikel, ist aber nicht besonders kompliziert. Als Pflanzsubstrat für das Zimmer-Alpenveilchen kommt in der Kusamono-Schale Kakteen-Erde oder eine Mischung aus Grünpflanzenerde mit einem Zuschlag von etwa einem Drittel Lavasplit in Frage, da Cyclamen persicum überaus empfindlich auf Staunässe reagiert.

Cyclamen persicum-Hybride, Zimmer-Alpenveilchen, als Kusamono
Das Zimmer-Alpenveilchen, Cyclamen persicum,
ist als Kusamono für kühle Räume geeignet.
Schale von Carlos Hebeisen-Takahama

In der warmen Jahreszeit ist ein Standort im Freien angebracht. Zumindest in der Mittagszeit muß dieser im Schatten liegen. Zieht die Pflanze im Frühsommer ihre Blätter ein, werden die Blattstiele knapp über der Knolle abgeschnitten und das Wässern auf ein Minimum reduziert. Besonders die Züchtungen aus jüngster Zeit behalten jedoch ihr Laub. In diesen Fällen wird weiterhin sparsam gegossen, ein Austrocknen des Substrates jedoch vermieden. Im September oder Oktober sollten dann neue Blätter austreiben.

Überwintert wird das Zimmer-Alpenveilchen an einem kühlen aber hellen Standort bei Temperaturen zwischen etwa 10° und knapp 20°C. Die Blühwilligkeit sinkt jedoch bei steigender Temperatur. Zur Blütezeit im Winter vertragen die Cyclamen dann jedoch auch die Mittagssonne. Besonders in der Blühphase sind die Alpenveilchen ein wenig empfindlich. Nun vertragen sie nicht nur keine Staunässe, sondern reagieren auf zu große Trockenheit sofort damit, die Blüte einzuziehen. Daher solltest Du regelmäßig die Feuchtigkeit prüfen. Bei Bedarf stellst Du die Kusamono-Schale für etwa 15 Minuten in eine Schüssel, wobei der Wasserstand etwa bis zur Schalenmitte reichen sollte. Aber allen Unkenrufen unserer Mütter zum Trotz darf man Alpenveilchen auch »von oben« gießen. Naß werden darf die Pflanzenknolle nämlich durchaus, nur Staunässe verträgt sie nicht.

Zimmer-Alpenveilchen sind preiswert im Blumenhandel aber auch in den Supermärkten erhältlich. Besonders die kleinen Sorten können gut in eine Kusamono-Schale gepflanzt werden. Probiert es also einmal aus.

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