Carlos Hebeisen-Takahama

Schon lange beschäftigte sich Carlos mit Bonsai, belegte Workshops unter anderem bei Nobuyuki Kajiwara und Natsuo Kobayashi. Bei seiner ersten Japan-Reise besuchte er in Omiya den Garten von Frau Fumiko Kato, der wohl bedeutendsten Kusamono-Meisterin unserer Zeit. Carlos war fasziniert und kaufte einige Schalen, um sie zu Hause zu bepflanzen. Es kam, wie es kommen mußte: Zurück in Europa stellte er fest, daß nur wenig gute Kusamono-Keramik auf dem Markt erhältlich war. Um seine wachsende Sammlung adäquat präsentieren zu können, begann er, seine eigenen Schalen zu töpfern.

Takahama's Pots

Es folgte eine intensive Beschäftigung mit europäischer und japanischer Keramik-Kunst. Ein Workshop bei dem in der Schweiz lebenden koreanischen Keramik-Meister Yang Seung-Ho brachte Carlos endgültig auf den Weg, eigene Stilarten auszuprobieren. Ende 2008 entschloß er sich, Schalen über den eigenen Bedarf hinaus zu töpfern. Er erweiterte seine Formensprache, experimentierte mit vielen verschiedenen Glasuren und bietet seit dieser Zeit eine ständig wachsende Zahl von Schalen zum Verkauf an.

Takahama Kusamono-Schale 01
Meine allererste Kusamono-Schale:
Meisterhafte Keramik von Carlos Hebeisen-Takahama

Im März 2013 war ich zu Gast bei der Neueröffnung von Minoru Bonsai in Neckargemünd. Dort fiel mir ein Verkaufsstand mit kleinen »Beistell-Schalen« auf, welche ich in dieser Vielfalt bislang nie gesehen hatte. Nahezu eine Stunde lang muß im um den großen Tisch herumgeschlichen sein, zahlreiche Schalen habe ich nicht nur betrachtet, sondern im wahrsten Sinne des Wortes »begriffen«. Obwohl ich mangels geeigneter Pflanzen keinerlei Bedarf hatte, mußte ich eine dieser Schalen kaufen. Die oben gezeigte Schale steht seit Monaten unbewohnt in einer Vitrine. Ich nehme sie immer noch häufig zur Hand, denn bei jeder Betrachtung erhüllt sie mir neue An- und Einsichten.

Der Beginn meiner Sammlung:

Nach stundenlangen Besuchen auf Carlos' Website sowie einigen gewechselten eMails haben sich meine Schalen auf wundersame Weise vermehrt:

Takahama Kusamono-Schale 02
Kusamono-Schale von Carlos Hebeisen-Takahama
in sanften Orange-Tönen mit blauen Akzenten

Die oben gezeigte Schale fällt durch die Verwendung von Komplementärfarben auf. Bei einer Bonsaischale nahezu undenkbar sind derartige Farbkontraste bei Kusamono-Schalen keine Seltenheit.

Takahama Kusamono-Schale 03
Senfgelb mit schwarzer Äderung,
Kusamono-Schale von Carlos Hebeisen-Takahama

Diese Schale hatte ich für einen Schwarzen Schlangenbart, Ophiopogon planiscapus 'Nigrescens', vorgesehen. Leider hat die Pflanze den Winter 2013/14 nicht überlebt, aber im Frühjahr wird sicher wieder etwas aufzutreiben sein.

Takahama Keramik, Schale 04
Die seidenmatte, rot glasierte Keramik erinnert mich an verklinkerte Ziegelmauern,
Kusamono-Schale von Carlos Hebeisen-Takahama

Meine Heimat, das Ruhrgebiet, ist geprägt vom Strukturwandel. Überall finden sich Industriebrachen - Überbleibsel aus der Glanzzeit von Kohle und Stahl - welche nun langsam von der Natur wieder als Lebensraum in Besitz genommen werden. Rote Backsteinmauern oder besser ihre Reste werden grün überwuchert und hinter manchem Zaun gibt es kleine Biotope zu erkunden. Sicher haben diese Gedanken eine Rolle gespielt, als ich mich für diese Schale entschieden habe.

Seine verkäuflichen Kusamono-Schalen, aber auch einführende Texte präsentiert Carlos auf seiner Website www.Kusamono.ch . Bei Kaufinteresse solltest Du jedoch nicht zu lange zögern: Sobald Carlos neuen Schalen zeigt, gehen diese weg »wie geschnitten Brot«. Nicht selten ist ein besonders gut gelungenes Exemplar bereits innerhalb eines Tages verkauft. Zu manchen Schalen gibt es zwar »Geschwister«, und Carlos ist überaus bemüht, bei einer Anfrage schnellstens ein entsprechendes Foto samt Angebot per eMail zu versenden - aber Entschlossenheit ist Trumpf. Auch bei größeren Events ist Carlos mit einem Teil seiner Kollektion zugegen. Tritt aber nicht zu nahe heran, sonst ergeht es Dir womöglich nicht anders als mir. Gegen eine Infektion mit dem »Virus Kusamono« gibt es keine wirksame Schutzimpfung und auch die erbosten Blicke des Lebenspartners führen kaum eine Heilung herbei.

Nachtrag:

Es mußte nicht einmal ein ganzes Jahr vergehen und ich erstand .

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