Bonsai-Info.net
Informationen zur Pflege und Gestaltung von Bonsai
Bonsai, Zwergbäume ostasiatischer Herkunft, haben sich seit langem auch einen Platz in der westlichen Welt erobert. Der Faszination, welche von diesen kleinen Bäumen ausgeht, kann sich kaum jemand entziehen. Leider ist das Wissen um die richtige Pflege von Bonsai aber nicht so weit verbreitet, wie es das Angebot zahlreicher Bonsai-Händler vermuten läßt.
Auf Bonsai-Info.net habe ich einige Informationen zur Pflege und Gestaltung von Bonsai zusammengetragen, welche Dir möglicherweise von Nutzen sind. So findest Du hier Bonsai-spezifische Pflegehinweise aber auch grundlegende Informationen, Buchempfehlungen und weitere Bonsai-Themen.
Rhodohypoxis als Beistellpflanze
Rhodohypoxis, bei uns als Südafrikanisches Knollenpolster oder Magenta-Stern bezeichnet, war lange nur wenigen Spezialisten als Pflanze für sonnige Steingärten gekannt. In jüngerer Zeit findet die leicht zu kultivierende Staude aber mehr und mehr Anhänger unter Bonsai-Freunden.
Die sommergrüne Staude wird etwa 10 cm hoch. Besonders in der Blütezeit zwischen Juni und August sind die aparten Pflanzen gut als Beisteller geeignet. Wenn die kleinen Schalen rechtzeitig vor den Nachtfrösten zur Überwinterung an einen frostfreien Platz gestellt werden, wird man lange Freude daran haben. Vermehren läßt sich Rhodohypoxis einfach durch das Teilen der knollenartig verdickten Wurzeln.
Weiterlesen: Shitakusa und Kusamono ⇒ Rhodohypoxis als Bonsai-Beisteller.
Die Bonsai-Geschichte
Auch wenn Bonsai im allgemeinen für eine typisch japanische Erscheinung gehalten werden, liegen die Ursprünge dieser Kunst im vorchristlichen China. Bereits zur Zeit der Han-Dynastie werden in den kaiserlichen Palastgärten künstliche Landschaften angelegt.
Die uns heute als klassisch bekannten Bonsai-Stile entwickelten sich in der Edo-Periode. Viele Kunstzweige erlebten in der friedlichen Ära von 1603 bis 1868 einen großen Aufschwung.
Weiterlesen: Grundwissen ⇒ Geschichte des Bonsai
Tatarischer Bonsai
Acer tataricum wird noch selten als Bonsai gestaltet. Nun ist der Tatarische Steppenahorn auch nicht ganz so bekannt wie der Feuer-Ahorn Acer tataricum ssp. ginnala. Übrigens ist sich selbst die Fachwelt über die Familienverhältnisse der Tataren uneinig, so billigen einige Autoren dem Amur-Ahorn, wie der Feuerahorn auch genannt wird, eine eigene Art zu: Acer ginnala.
Familie hin oder her, sowohl Acer tataricum als auch Acer tataricum ssp. ginnala lassen sich gut als Bonsai gestalten und erfreuen uns durch ihre für Ahorne ungewohnt geformten Blätter, welche bereits im Spätsommer ihre Herbstfärbung annehmen.
Weiterlesen: Baumschule ⇒ Acer tataricum
»Bonsai Faszination 2022« - mein Rückblick
Wäre der Begriff »Doppel-Wumms« bereits geprägt worden, hätte ihn diese Veranstaltung sicherlich verdient…
Im Juni 2022 fanden die Jahrestagung der European Bonsai Association (EBA) und die Jahresausstellung des Bonsai-Club Deutschland (BCD) gemeinsam in der Kongresshalle Augsburg statt. Eine international beachtete Ausstellung, ein großer Händlerbereich, zahlreiche Gestaltungsdemonstrationen, der New Talents Contest sowie ein umfangreiches Rahmenprogramm machten die zwei Tage zu einem unvergesslichen Erlebnis für tausende Bonsai-Freunde aus allen Teilen Europas.
Weiterlesen: Bonsai-Events: ⇒ »Bonsai Faszination 2022«
Ein lebendes Fossil als Bonsai
Ginkgo biloba, der Fächerblattbaum, ist der letzte Überlebende aus der Abteilung Ginkgophyta, welche bereits vor mehr als 250 Millionen Jahren neben den Baumfarnen die Erde bedeckten und später den Dinosauriern Schatten boten. Somit gilt Ginkgo biloba als lebendes Fossil.
In Japan wird der sommergrüne, bis zu 40 Meter hohe Baum seit etwa 1000 Jahren als Tempelbaum gepflanzt. Sein nach dem Austrieb hellgrünes Laub verfärbt sich zum Sommer hin zu einem dunklen Grün um im Herbst in einem einheitlich hellen Gelb zu erstrahlen. Der Fächerblattbaum wird gern als Bonsai gestaltet, zumeist findet man eine säulenförmige Gestaltung, welche dem Habitus eines jüngeren Ginkgo entspricht.
Weiterlesen: Baumschule ⇒ Ginkgo biloba