Bonsai-Info.net
Informationen zur Pflege und Gestaltung von Bonsai
Bonsai, Zwergbäume ostasiatischer Herkunft, haben sich seit langem auch einen Platz in der westlichen Welt erobert. Der Faszination, welche von diesen kleinen Bäumen ausgeht, kann sich kaum jemand entziehen. Leider ist das Wissen um die richtige Pflege von Bonsai aber nicht so weit verbreitet, wie es das Angebot zahlreicher Bonsai-Händler vermuten läßt.
Auf Bonsai-Info.net habe ich einige Informationen zur Pflege und Gestaltung von Bonsai zusammengetragen, welche Dir möglicherweise von Nutzen sind. So findest Du hier Bonsai-spezifische Pflegehinweise aber auch grundlegende Informationen, Buchempfehlungen und weitere Bonsai-Themen.
Bonsai aus Ulmus minor, Feldulme
Die einheimische Feldulme, Ulmus minor, eignet sich durch ihre Schnittverträglichkeit gut zur Gestaltung als Bonsai. Sie stellt keine großen Ansprüche und ist problemlos zu überwintern. Es ist lediglich darauf zu achten, daß der Bonsai regelmäßig gegossen wird, da der Wasserbedarf besonders in der Wachstumszeit recht hoch ist.
Besonders einfach lassen sich Bonsai gestalten, welche durch ihren Kronenumriß wirken. Ständiger Rückschnitt fördert eine feine Verzweigung.
Weiterlesen: Baumschule ⇒ Ulmus minor
Selbstklimmender Bonsai
Einen Bonsai aus Parthenocissus tricuspidata bekommt man äußerst selten zu Gesicht. Und wenn, steht sofort die Frage im Raum: »Eine Kletterpflanze? Daraus soll ein Bonsai werden?« In der Tat sind die Jungfernreben, eine Gattung aus der Familie der Weinrebengewächse (Vitaceae), Kletterpflanzen und Parthenocissus tricuspidata zudem die einzige Art, welche ohne jede Rankhilfe auskommt. Daher wird diese Art auch oft zur Fassadenbegrünung verwendet.
Das es durchaus gelingt, aus einem derartigen Gewächs einen Bonsai zu gestalten, beweisen die gelegentlich auf Ausstellungen zu bewundernden Exemplare. Es benötigt allerdings eine lange Zeit. Als Ausgangsmaterial können im übrigen bei Fassadensanierungen ausgegrabene Jungfernreben dienen, nicht selten wurden diese bereits mehrfach stark zurückgeschnitten und haben einen mächtigen Wurzelansatz. Ich persönlich nenne eine derartige Ausgangspflanze übrigens »Großstadt-Yamadori«.
Weitere Bonsai-Tipps: Baumschule ⇒ Parthenocissus tricuspidata
Das »transatlantische Freundschafts-Kusamono«
Eine meiner Kusamono-Schalen entstand lediglich, um zwei Freunden in den USA ein paar Handgriffe zu demonstrieren. Und damit begann ein Abenteuer:
Etwa anderthalb Jahre nachdem die Schale aus dem Brennofen kam, stand sie bepflanzt auf der Ausstellung der American Bonsai Society. Sooncheng Cheah, die Kusamono-Lehrerin der Houston Bonsai Society, präsentierte sie 2019 auf der »Bonsai on the Bayou«.
Weiterlesen: Kusamono ⇒ Das »Freundschafts-Kusamono«
»Bonsai Faszination 2022« - mein Rückblick
Wäre der Begriff »Doppel-Wumms« bereits geprägt worden, hätte ihn diese Veranstaltung sicherlich verdient…
Im Juni 2022 fanden die Jahrestagung der European Bonsai Association (EBA) und die Jahresausstellung des Bonsai-Club Deutschland (BCD) gemeinsam in der Kongresshalle Augsburg statt. Eine international beachtete Ausstellung, ein großer Händlerbereich, zahlreiche Gestaltungsdemonstrationen, der New Talents Contest sowie ein umfangreiches Rahmenprogramm machten die zwei Tage zu einem unvergesslichen Erlebnis für tausende Bonsai-Freunde aus allen Teilen Europas.
Weiterlesen: Bonsai-Events: ⇒ »Bonsai Faszination 2022«
Bonsai-Apfelmus
Die Früchte einiger Zieräpfel haben rotfarbenes Fleisch, möglicherweise durch Einkreuzung der Varietät Malus pumila var. niedzwetzkyana. Auch rotfleischige Kulturäpfel sind bekannt, leider aber nicht am Obststand im nächsten Supermarkt erhältlich. Eigentlich bedauerlich, denn die farbigen Früchte lassen sich zu einem aufsehenerregenden Mus kochen.
Euer Webmaster hat es gewagt: Zieräpfel gesammelt, gekocht und gegessen!
Der Selbstversuch: Kuriosa ⇒ »Yin-Yang von zweierlei Äpfeln«