In der warmen Jahreszeit mag Serissa es hell bis sonnig, aber im Sommer nicht in der direkten Mittagssonne. Besser wäre im Sommer ein Platz im Freien, möglichst an einer windgescützten Stelle. In der dunklen Jahreszeit sollte die Temperatur zwischen 10°C und 15°C liegen, keineswegs auf einer Fensterbank direkt über einer eingeschalteten Heizung. Auf häufigen Standortwechsel oder Lichtmangel reagiert Serissa foetida mit Blattabwurf.
Mäßig feucht halten, auf kurzfristige Ballentrockenheit reagiert Serissa foetida mit Blattabwurf. Staunässe muß unbedingt vermieden werden, der Baum reagiert darauf mit einem Schwarzwerden der Blätter und jungen Triebe. Gedüngt wird von Frühjahr bis Herbst mäßig, im Winter nur sporadisch. Wird eine reiche Blüte gewünscht, sollte die Erhöhung der Düngergaben nicht zu früh erfolgen, damit der Baum vor Beginn der Hauptblüte nicht allzu sehr austreibt.
Schwarze Verfärbung der Blätter deutet in der Regel auf Staunässe hin, seltener auf Überdüngung.
Gelegentlich ist ein Befall durch Blattläuse möglich.
Serissa foetida kann durch Stecklinge vermehrt werden, aber es gibt eine ausreichende Anzahl preiswerter Jungpflanzen im Bonsaihandel.
Serissa bildet oft Zweige mit langen Internodien aus, diese sollten entfernt werden. Zudem treibt Serissa oft aus dem Wurzelstock, auch diese Triebe sollten rechtzeitig entfernt werden, da sie sich nur schwer in die Gestaltung einbeziehen lassen. Beim Drahten des Bonsai solltest Du sehr vorsichtig sein, da Serissa nur langsam verholzt.
Serissa ist ein sehr sensibler Baum. Gerade aufgrund seiner kleinen Blätter und seiner schönen Blüten wird er gern von Anfängern gekauft, macht aber innerhalb kürzester Zeit große Probleme. Das →Bonsai-Info-Forum ist voll von Hilferufen in der Art: »Mein Bonsai stirbt, was soll ich tun?« In mehr als zwei Drittel aller dieser Fälle wird dann von Serissa die Rede sein.